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Supervision reflektiert, klärt und stärkt

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Kontaktadresse

Heike Osenger
Freidorf 151
4132 Muttenz

Tel. +41 (0)61 599 72 85
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Inhalt

Frau Osenger, Sie arbeiten in eigener Praxis als Supervisorin. Welche Ausbildungen haben Sie? Ich bin diplomierte Sozialpädagogin (FH), habe eine Weiterbildung zur Gesundheits- und Sozialökonomin absolviert und mich in Organisationsentwicklung fortgebildet. Darüber hinaus habe ich an der Evang. Hochschule in Freiburg (DE) den Master of Arts in Supervision gemacht.
In welchen Arbeitsfeldern waren Sie als Sozialpädagogin tätig? Die meiste Zeit habe ich in stationären Jugendhilfeeinrichtungen gearbeitet. Ich habe in Deutschland und in der Schweiz sozialpädagogische Fachkräfte ausgebildet, einen Kindergarten mit Kinderhort geleitet und in der Behindertenhilfe in der Schweiz, ein Wohnheim geführt. Ausserdem habe ich junge Menschen bei der Berufswahl beraten und sie später, während ihrer Ausbildung gecoacht. Schliesslich habe ich in der freien Wirtschaft einen Projektauftrag im Qualitätsmanagement übernommen.
Was waren bisher Ihre grössten Herausforderungen? Ich war gesamtverantwortliche Leiterin eines Kinderdorfes. Dort habe ich die Organisation, in der etwa 100 normalbegabte Kinder aus schwierigen Umfeldern leben, und deren 80 Mitarbeitende in einem Veränderungsprozess begleitet. Hier habe ich erlebt, wie schwer es für die betroffenen Personen ist, notwendige Veränderungen, die sachlich akzeptiert werden auch emotional anzuerkennen. Ich habe meine Arbeit als Führungskraft hier immer mit professioneller Unterstützung reflektiert. Ich habe hier viel gelernt darüber, was für die Organisationsleitung von Belang ist.  
2004 sind Sie Mutter geworden und in die Schweiz gezogen? Ist das nicht auch ein eigener Veränderungsprozess, den Sie da erlebt haben? Ja, ich habe erlebt, wie ich als Mensch mit Veränderungen umgehe und welche Höhen und Tiefen das hat. Dank eines eigenen Coaching Prozesses habe ich Klarheit über meine Situation gewonnen und bin gestärkt aus dieser Veränderung herausgegangen.
Nun arbeiten Sie in eigener Praxis als Supervisorin und Coach. Was hat Sie zu diesem Schritt motiviert?
Es bietet sich an, Anderen mit meiner Erfahrung beratend zur Seite zu stehen. Durch die Ausbildung in Freiburg habe ich einen Werkzeugkoffer voller wertvoller Beratungsmethoden dazu bekommen.
Sie sind aktives Mitglied im Schweizer Berufsverband der SupervisorInnen BSO? Ja, ich arbeite als Redakteurin in der Journalkommission mit. Dort beschäftigen wir uns mit aktuellen Themen der Beratung und geben viermal im Jahr ein entsprechendes Journal heraus.
Haben Sie einen persönlichen Schwerpunkt in der Beratung?Ich bin offen für viele Arbeitsbereiche im sogenannten Non Profit Bereich, bei Behörden oder in der Wirtschaft. Meine Überzeugung ist es, dass eine BeraterIn weniger die Feldkenntnis benötigt dafür aber eine hohe Beratungskompetenz besitzt. Das würde ich sagen, ist mein Schwerpunkt.
Sie bieten spezielle Supervisionsgruppen für berufstätige Mütter an? Ja, ich finde es sehr spannend zu erleben, mit welchen Fragen kommen gerade berufstätige Mütter in die Supervision und welche Unterstützung brauchen diese Frauen speziell.
Wie sieht es mit der Beratung von Führungskräften aus? Natürlich ist das etwas was ich gerne mache und für das ich auch qualifiziert bin. Ich berate speziell Frauen in Führungspositionen aber auch Männer, die ihre Arbeit reflektieren und weiter entwickeln möchten.

Frau Osenger, vielen Dank für das Gespräch!